rechtsanwaltskanzlei baumgärtner pasemann ruppert;
20. Januar 2013

Künftig Elfer, rote Karte und dann noch Schadenersatz und Schmerzensgeld ??!!

OLG Hamm zu Fouls im Fußball
50.000 Euro für Blutgrätsche

Wer seinen Gegenspieler beim Fußball rücksichtslos foult, haftet für die Verletzungen, die er dem Gegner bei einem unfairen Zweikampf zufügt.
(6. Zivilsenat des OLG Hamm)

Seine „Blutgrätsche“ wird für einen Kreisligaspieler nicht billig.

Nach einem Foul mit gestrecktem Bein und einer gelben Karte hatte der Gefoulte eine schwere Knieverletzung und musste sogar seinen Job aufgeben (Maler).

Mangels Fahrlässigkeit hafte ein Fußballspieler zwar nicht, wenn er seinen Gegenspieler bei regelgerechter und dem Fairnessgebot entsprechender Spielweise verletze. Im vorliegenden Fall aber hafte der Beklagte, weil er unter Verstoß gegen die DFB-Fußballregel Nr. 12 rücksichtslos gehandelt habe. Er habe den zur Verletzung des Klägers führenden Zweikampf ohne jede Rücksicht auf die Gefahr und die Folgen für den Gegner geführt. Hiervon sei das Landgericht nach einer umfangreichen Beweisaufnahme zu Recht ausgegangen (Urt. v. 22.10.2012, Az. I-6 U 241/11).

Na dann viel Spass beim Bolzen.

RA Ruppert

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